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| ISBN: 3935922418 ISBN: 3935922418 ISBN: 3935922418 ISBN: 3935922418 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Wir empfehlen: | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
Eine frei verwendbare Unix-Grundlagenschulung mit muLinux
Wer mit DOS zu tun hatte, kennt die Dateien CONFIG.SYS und AUTOEXEC.BAT.
Diese Dateien werden beim Starten des Systems abgearbeitet.
CONFIG.SYS ist vor allem für das Einbinden der notwendigen Treiber für die Hardware zuständig, während AUTOEXEC.BAT mehr die Arbeitsumgebung einstellt.
Unix ist als Multiuser-Betriebsystem natürlich wesentlich komplexer und es werden beim Starten wesentlich mehr Dateien (/etc) abgearbeitet.
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date ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ |
Beim Einloggen soll also das aktuelle Datum angezeigt werden. Wir speichern diese Datei ab und testen diese durch Einloggen auf einer anderen Konsole (z. B. mit Alt + F2). Es müßte jetzt das Datum angezeigt werden.
Jetzt können wir auch die Datei sehen.
/# ls -a
Man kann übrigens auch die Optionen von ls kombinieren:
/# ls -la
Wir können noch einen schönen Spruch anfügen und ein DOS-Prompt simulieren. Zum Beispiel:
/# cd / /# vi .profile
date echo "Viel Spass!" PS="C:\> " ~ ~ ~ ~ ~ ~ |
Wir müssen uns natürlich wieder neu einloggen, um die Änderung zu sehen.
Die Datei .profile ist also eine Skript-Datei, die beim Einloggen aufgerufen wird. Man kann hier Befehle und Variablen-Definitionen eintragen, die automatisch ausgeführt werden.
Wer die Datei wieder verwenden will, muß sie natürlich auf die Arbeitsdiskette speichern.
Schauen wir uns mal diese Datei an.
/# cd /etc /# less profile
Sicherlich sind wir jetzt etwas verwirrt über die vielen Sachen die da drin stehen.
Nicht alles wurde in dem Abschnitt "Einfache Shell-Skripte" beschrieben.
Zuerst werden hier einige Shell-Variablen zugewiesen.
TERM definiert den Bildschirmtyp. Dieser ist meist linux.
PS1 Shell-Prompt
PS2 Sekundärer Prompt bei interaktive Shell-Skripte (dazu kommen wir später)
ingoreeof hat nur Bedeutung, wenn die Shell interaktiv läuft. Bei dem Wert 10 führt jedes EOF-Zeichen (end of file) zum Verlassen der Shell.
PATH Pfade (engl. path) zu den ausführbaren Programmen. Diese Variable gibt es auch für DOS. Hier erfolgt die Trennung der Verzeichnisse mit einem Doppelpunkt.
Dann werden diese Variablen mit export zu allgemeingültigen Variablen erklärt. Das heißt, diese Variablen gelten auch für die Kind-Prozesse.
Dann kommt eine Abfrage ob mit dieser Diskette zum ersten mal gebootet wird. Dies erfolgt mit der Bedingungsabfrage if ... fi:
if [ Bedingung ]; then
führe diese Befehle aus
fi
Wenn (engl. if) die Bedingung zutrifft, dann (engl. then) führe die Befehle bis zum fiaus. Wir werden uns später mit diesen Möglichkeiten der Shell-Skript-Programmierung beschäftigen.
Hier wird also beim ersten booten der Befehl welcome ausgeführt. Diesen kann man natürlich auch von Hand starten. welcome gibt die Begrüßungsinformationen aus. welcome ist übrigens auch ein Shell-Skript und kann mit less betrachtet werden. Dazu muß man es erst mit which finden.
Weiterhin werden in der Datei /etc/profile die Farben (engl. color) für die Bildschirmausgabe definiert. Diese definieren wir aber bei muLinux mit dem Befehl setup -f misc. Allerding müssen wir dazu über einen Farbmonitor verfügen.
/# setup -f misc Do you want some miscellaneous setting?: y Enter MY_BOOKMARKS: ... [Enter] Enter LISTING [multi-column]> colored Enter LYNX_LISTING: ... [Enter] Do you want Shell history? [y]:... [Enter] Do you want push/pop support in the shell (y/n)? [Enter] Enter TIMEZONE [+0]: ... [Enter] Enter SIGNATURE: ... [Enter] Enter Editor [elvis]: ... [Enter] Enter WINDOW_MANAGER [fvwm95]: ... [Enter] This terminal support colors (TRUE/FALSE)? TRUE
Der Befehl ls gibt jetzt ein farbiges Listing aus. Verzeichnisse werden z. B. blau dargestellt.
/# ls
a cdrom home mnt root setup tmp bin dev lib nfs samba startup usr c etc linuxrc proc sbin swap var
Sind wir damit zufrieden, speichern wir die Konfiguration.
/# setup -s tutorial01
Die Farbwerte werden bei muLinux in der Datei /etc/color gespeichert. In die Datei /etc/colors.conf wird TRUE (engl. für wahr) eingetragen. Beide Dateien werden von /etc/profile ausgewertet.
Zum Schluß der Datei /etc/profile wird noch der Sprücheklopfer fortune aufgerufen. So erscheint bei jedem Einloggen eine Weisheit. Leider verstehe ich diese nicht. Wer auf diese Sprüche verzichten will, kann die entsprechende Zeile mit einem # auskommentieren. Man kann natürlich seine eigenen Weisheiten in die Datei /usr/game/lib/fortune.db eintragen.
Hinweis: Im "richtigen" Unix bzw. Linux werden in der Datei /etc/profile voreingestellte Zugriffsrechte mit dem Befehl umask festgelegt. Ebenso lassen sich mit ulimit maximale Speicherbereiche für vom Nutzer zu startende Prozesse zuweisen.
Robert.Warnke@giso.de (copyleft) Robert Warnke, Berlin (Germany) | http://rowa.giso.de|
Das Postfix-Buch. Sichere Mailserver mit Linux (Gebundene Ausgabe)
von Peer Heinlein | |
| Siehe auch: | |
| POP3 und IMAP. Mailserver mit Courier und Cyrus von Peer Heinlein | |
| SpamAssassin. von Alan Schwartz | |
| Postfix. Einrichtung, Betrieb und Wartung von Ralf Hildebrandt | |
| Postfix. Ein sicherer und leicht zu verwaltender MTA für Unix von Kyle D. Dent | |
